Der Verein

Die ursprüngliche Idee, die TOMBURG RITTER zu gründen, wurde aus einer Feierlaune heraus geboren.

Die Wahl der „Kostüme“ fiel anfänglich bei den beiden Gründungspärchen auf (vermeintliche) Garderoben des Mittelalters, und das Ergebnis fand zuerst auch sehr viel Anklang.

Dieses kleine Nachbarschaftsprojekt wurde immer wieder auf die Gewandungen angesprochen; das brachte uns dann auf die Idee, das Ganze weiterzumachen – erst als lose Gruppe, später dann als Verein.

Tja, und das war dann im Grunde der Anfang der TOMBURG RITTER. Man fühlte sich in der Zeit des Mittelalters recht gut aufgehoben, ohne allerdings unbedingt authentisch sein zu wollen. Schließlich machte gerade die Kombination aus Mythen, Sagen und realen Überlieferungen den Reiz dieser Epoche aus. Das mit etwas mehr Authentizität kam dann erst später nach und nach……

Die TOMBURG RITTER waren geboren, und schon innerhalb einiger Tage stieg die Mitgliederzahl um weiter vier Ritter nebst Frauen und Kindern an.

So wurden am 1. Juni im Jahre des Herrn 2002 zum ersten Mal der Ritterschlag zelebriert – damals noch im Kreise von ein paar Freunden inmitten der heimatlichen Burgruine.

Ende 2008 hatten die Tomburg Ritter über siebzig Mitglieder, die nicht nur aus Wormersdorf am Fuße der Tomburg stammen. Im Gegenteil: lediglich ein sehr kleiner Anteil wohnt im “Land der Liebe”, wie Wormersdorf genannt wird.
Der Großteil der Mitglieder stammt aus der näheren und weiteren Umgebung. Inzwischen ist die Gruppe auf über hundert Mitglieder angewachsen.

Über die Jahre orientierte man sich an dem, was man auf den unterschiedlichsten Märkten und Lagern sah, was einen deutlichen Einfluss auf Gewandungen, Lagerleben und natürlich auch die Waffen nahm.

Das Tomburg Ritter Lager umfasst inzwischen über fünfzig Zelte sowie zwei große Baldachine – eine Lagergröße, die aus Platzgründen kaum noch irgendwo komplett aufgebaut werden kann.

2005 wurde aus der losen Vereinigung ein gemeinnütziger Verein.

2007 war nun ein weiterer wichtiger Punkt in der Vereinsgeschichte: das ursprüngliche Wappen, so wie es zu Anfang unsere Gruppe repräsentierte, war eigentlich ein „Schnellschuss“ in Erstellung und Verbreitung, der alles andere als heraldisch war.
Die Buchstaben “TR” sowie die Abbildung der Tomburg machten die Gruppe zwar die letzten Jahre über die örtlichen Grenzen bekannt, allerdings stiegen auch in Bezug auf das Wappen die Ansprüche, so dass die Entscheidung getroffen wurde, das Wappen heraldisch zu gestalten, ohne aber die Wurzeln zu verleugnen.

Die Lilie behielt ihren Platz im Wappen – quasi als Bindung zu Rheinbach, wo in der Vergangenheit zwei gekreuzte Lilienstäbe das Wappen der Herren zu Rheinbach ausmachten.
Die Abbildung der Tomburg wurde allerdings gegen den halben Schild der Herren von Müllenark, später Tomberg, ausgetauscht.
Und auch der Stechhelm, der im 15. Jahrhundert angesiedelt war, wurde durch den Topfhelm aus dem 11.-12. Jahrhundert ersetzt. Die Wappentiere der Ritter sind nun auch nicht mehr auf dem Schild zu finden, sondern treten lediglich noch als Schildhalter in Erscheinung, welche schreitend oder steigend auf den jeweiligen Ritter verweisen.
Auf die Helmzier wurde, wie schon beim ersten Wappen, verzichtet. Die Helmdecke wurde gekürzt, so dass genügend Platz für die Schildhalter bleibt.

Blasonierung des Schildes: gespalten von blau und gold; vorn eine goldene Lilie, hinten zwei rot silber doppelgeschachte Balken; Helm mit blau goldener Helmdecke.

Die Tomburg Ritter sind, beginnend mit den Ostermärkten bis in den Herbst, auf vielen Veranstaltungen vertreten. Oft als Gäste ohne eigenes Lager, aber auch sehr häufig mit komplettem Lagerleben.
Neben der eigenen Veranstaltung, dem “Ritterschlag” am Fuße der Tomburg in Wormersdorf, sind besonders die Ritterturniere auf Burg Satzvey über Pfingsten und im Herbst die bevorzugten Veranstaltungen der Gruppe. Speziell Burg Satzvey hat sich als die heimliche “Hausburg” der Tomburg Ritter entwickelt. Der Reiz liegt dort nicht nur an den großen Heerlagern und dem mittelalterlichen Markt, sondern auch an der Möglichkeit, aktiv beim Turnier dabei zu sein. Das Schlachtgetümmel inmitten von über hundert Kämpfern hat schon seinen ganz besonderen Reiz und lässt allen Beteiligen immer wieder eine Gänsehaut über den Rücken laufen.

Wer an den Tomburg Rittern Interesse hat, kann gerne einmal anfragen, ob wir Euren Feierlichkeiten einen ganz besonderen Stempel durch unser Erscheinen aufdrücken können. Neben einen ansprechendem Lager bieten wir vielerlei Unterhaltung, sei es durch Gaukler oder Spielleute, aber auch durch unsere Darstellung des mittelalterlichen Lebens bis hin zu mittelalterlichem Tanze und Schaukampf.

 

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